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Sven Oliver Mandewirth: Transaktionskosten von Handelskooperationen - Ein Effizienzkriterium für Verbundgruppen und Franchise-Systeme, Heidelberg: Physica, 1997, ISBN 3-7908-1054-1, 223 Seiten.

Mandewirth: Transaktionskosten von Handelskooperationen

 

 

Geleitwort von L. Müller-Hagedorn:

 

„Wettbewerb findet nicht nur zwischen einzelnen Unternehmen statt, im Handel kann darüber hinaus von einem Wettbewerb der Systeme gesprochen werden. So konkurriert der selbständige Einzel- und Großhandel mit verschiedenen Formen des Direktvertriebs der Industrie sowie mit Filialsystemen, bei denen die Großhandelsstufe und die Einzelhandelsstufe korporationsrechtlich verknüpft sind. Die Systeme repräsentieren unterschiedliche Formen der Arbeitsteilung in der Distribution. Williamson spricht von der marktlichen Lösung auf der einen Seite und von der hierarchischen auf der anderen Seite. Zwischen ihnen stehen als sogenannte hybride Formen die Handelskooperationen. Bei ihnen behalten die Unternehmen auf der Handelsstufe ihre rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit, bringen sich aber doch in ein mehr oder minder straff geführtes System ein; relativ eng sind die Tätigkeiten in Franchiseorganisationen abgestimmt, lockerer in Verbundgruppen. Es stellt sich die Frage, wie ein Distributionssystem organisiert sein sollte.

Der Verfasser greift auf die Transaktionskostentheorie zurück, um prüfen zu können, wie eng die einzelnen Wirtschaftsstufen miteinander verbunden sein sollten. Die Transaktionskostentheorie macht darauf aufmerksam, daß auch die Inanspruchnahme des Marktes mit Kosten verbunden ist, z.B. für die Suche von Marktpartnem, die Verhandlungen mit ihnen und die Überwachung der Vereinbarungen. Koordinationskosten fallen nicht nur bei der Abstimnung mit den externen Partnern, sondern auch innerhalb der Organisation an. Der Verfasser wendet diese neue theoretische Sichtweise auf Handelskooperationen an, um einen Einblick zu erhalten, von welcher Bedeutung die Transaktionskosten für die Effizienz von Verbundgruppen sind. Er erschließt damit eine interessante Perspektive für die Beurteilung der Effizienz von Verbundgruppen, die gerade in Deutschland von großer Marktbedeutung sind."

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis xiii
Abkürzungsverzeichnis xvii
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2 Die Handelskooperation im Wettbewerb der distributiven Systeme 4
2.1 Zum Begriff der Handelskooperation 4
2.2 Erscheinungsformen der Handelskooperation 8
2.2.1 Merkmale der Handelskooperation 8
2.2.2 Die Entwicklung der Handelskooperationen 13
2.3 Die Handelskooperation als distributives System 18
2.3.1 Der Begriff des distributiven Systems 18
2.3.2 Das Modell eines Kooperationssystems im Handel 20
2.3.3 Das Zielsystem der Handelskooperation 22
2.4 Der Wettbewerb der distributiven Systeme 28
2.4.1 Die Ebenen des Wettbewerbs 28
2.4.2 Das Kontinuum zwischen Markt und Hierarchie 30
3 Der Transaktionskostenansatz als Theorie der Handelskooperation 35
3.1 Der Erklärungsansatz der Transaktionskostentheorie 36
3.1.1 Die Abgrenzung von Transaktionskosten 36
3.1.2 Die Bestimmung der effizienten Koordinationsform 41
3.2 Der Transaktionskostenansatz im Theorienvergleich 44
3.2.1 Institutionenökonomische Theorien im Vergleich 45
3.2.2 Theorien der Unternehmung im Vergleich 52
3.3 Die Beurteilung der Transaktionskosteneffizienz von Handelskooperationen 57
3.3.1 Zur Effizienzbeurteilung der Handelskooperation 58
3.3.2 Transaktionskosten als Effizienzkriterium in der Distribution 62
3.3.3 Interne und externe Transaktionskosten des Kooperationssystems 64
3.3.4 Die Beurteilung der Transaktionskostenhöhe 67
4 Einflußfaktoren auf die Transaktionskosten der Handelskooperation 77
4.1 Allgemeine Einflußfaktoren auf die Transaktionskostenhöhe 77
4.1.1 Der Einfluß des organizational failures framework 79
4.1.1.1 Begrenzte Rationalität und Umweltunsicherheit 80
4.1.1.2 Opportunismus und Wettbewerb 85
4.1.2 Der Einfluß der Transaktionsdimensionen 93
4.1.2.1 Spezifität 93
4.1.2.2 Unsicherheit 99
4.1.2.3 Häufigkeit 104
4.1.3 Infrastruktur für Transaktionen 112
4.1.3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen 113
4.1.3.2 Technologische Rahmenbedingungen 114
4.1.4 Zusammenfassung und Kritikpunkte 121
4.1.4.1 Allgemeine Einflußfaktoren auf die Transaktionskosteneffizienz von Verbundgruppen und Franchise-Systemen 122
4.1.4.2 Kritische Beurteilung 129
4.2 Spezielle Einflußfaktoren auf die Transaktionskosten der Handelskooperation 130
4.2.1 Ausschöpfbarkeit von Kostensenkungspotentialen 131
4.2.1.1 Die Lieferkonditionen der Hersteller 133
4.2.1.2 Kostensenkungspotentiale durch Zentralisierung 136
4.2.1.2.1 Zentrale Warenbeschaffung 136
4.2.1.2.2 Zentrales Marketing 141
4.2.1.2.3 Zentrale Servicedienstleistungen 143
4.2.2 Die Berücksichtigung erlöswirtschaftlicher Zielsetzungen 144
4.2.2.1 Der Einsatz des Marketing-Mix 145
4.2.2.2 Der Einfluß des Endabnehmermarktes 147
4.2.2.2.1 Homogenität lokaler Märkte 147
4.2.2.2.2 Unsicherheit des Konsumentenverhaltens 149
4.2.2.2.3 Werbeelastizität 150
4.2.3 Der Einfluß der Mitgliedsbetriebe 152
4.2.3.1 Heterogenität der Mitgliedsbetriebe 152
4.2.3.2 Das individuelle Autonomiebedürfnis 154
4.2.4 Zusammenfassung 155
4.2.4.1 Spezielle Einflußfaktoren auf die Transaktionskosteneffizienz von Verbundgruppen und Franchise-Systemen 156
4.2.4.2 Das Gesamtsystem allgemeiner und spezieller Einflußfaktoren 159
5 Gestaltung transaktionskosteneffizienter Kooperationssysteme 163
5.1 Auswahl transaktionskosteneffizienter Koordinationsformen 164
5.1.1 Die Gestaltung des Kooperationsvertrages 164
5.1.1.1 Kartellrechtliche Grenzen kooperativer Vereinbarungen 164
5.1.1.2 Satzung und Rechtsform 166
5.1.1.3 Vertragliche Regelung konzeptioneller Inhalte 170
5.1.2 Die Durchsetzung vertraglicher Vereinbarungen 173
5.1.2.1 Externe Effekte als Principal-Agent-Problem 173
5.1.2.2 Anreize zur Vermeidung externer Effekte 176
5.2 Transaktionskosten und organisatorische Gestaltung der Handelskooperation 179
5.2.1 Interdependenzen zwischen Transaktionskosten und Organisation 179
5.2.2 Effizienzkriterien organisatorischer Gestaltung 182
5.2.2.1 Koordinationseffizienz 182
5.2.2.2 Motivationseffizienz 186
5.2.3 Gestaltung der Organisationsstruktur 190
5.2.3.1 Strukturalternativen 191
5.2.3.2 Die Beurteilung von Strukturalternativen: Das Beispiel der INTERFUNK eG 194
5.2.4 Organisation der Kooperationsleitung 198
5.2.4.1 Organisation kollektiver Entscheidungen 199
5.2.4.2 Abgrenzung von Organen und Gremien 202
6 Zusammenfassung der Ergebnisse 207
Literaturverzeichnis 211

 

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